Mittwoch, 20. Juni 2007

Neues Spielzeug


Was tun, wenn plötzlich der heißgeliebte
128MB-USB-Stick nicht mehr aufzufinden
ist? Natürlich, man sucht ein wenig
demotiviert danach, denkt sich aber
heimlich: "Endlich kommt ein größerer Stick ins Haus!"

Nach einigen Tagen ohne Stick (in denen man ihn im Übrigen ca.
100 mal so oft benötigt hätte wie sonst, wenn er da ist) kommt
man dann zu der Entscheidung, sich einen neuen zu bestellen.

Das Angebot ist unüberschaubar groß, die Unterschiede marginal.
Deshalb habe ich mich im Endeffekt für einen Stick entschieden,
der gut aussieht, offenbar recht stabil ist und zudem noch
schön klein, so dass er auch tatsächlich in einen der zwei USB
Slots an meinem Firmen-Laptop passt. Gar nicht so einfach, denn
das ist alles verdammt eng an dem Ding.

Der Stick meiner Wahl ist im Übrigen der SanDisk Cruzer Titanium
in der 2GB-Ausführung.
Gerne hätte ich ein 4GB-Modell genommen, allerdings halte ich
die Preise für diese Luxus-Klasse der USB-Sticks noch für zu
hoch, verglichen mit den 2GB-Modellen.

Lustig fand ich im Übrigen, dass es tatsächlich noch USB-Sticks
mit einer Kapazität von 64MB zu kaufen gibt. Wer möchte die denn
heute noch haben?

Zu den Features des SanDisk Cruzer Titanum gehört neben dem ein-
und ausfahrbaren USB-Stecker auf Software-Seite auch U3.
Bei U3 handelt es sich um einen Standard, nach dem Programme
entwickelt werden, die ohne jegliche Installation auf dem
Zielrechner direkt vom USB-Stick lauffähig sind.
Wem diese Erklärung nicht passt, der möge zu Wikipedia gehen und
dort diesen Artikel lesen.

Ich habe mich jetzt bereits einige Tage mit U3 auseinandergesetzt
und muss sagen: Sehr gute Erfindung!
Ich habe Opera installiert, also immer meinen bevorzugten Browser
dabei. Weiterhin liegt ein konfiguriertes Thunderbird auf dem
Stick, so dass ich meine Mails von jedem Rechner mit Internet-
Anschluss direkt auf das portable Medium laden kann.
Dank WinRAR habe ich auch meinen bevorzugten Packer immer am
Mann. Office ist auch kein Problem mehr, dafür hab ich OpenOffice
installiert.
Viren stellen auch kein Problem mehr da, habe ich doch immer
meinen Avast! dabei.

Einziger Nachteil an der ganzen Sache ist, dass U3 ausschließlich
unter Windows funktioniert. Linux und MacOS bleiben aussen vor.

Zu U3 gibt es auch noch die quelloffene Alternative PortableApps,
die ich ebenfalls kurz angetestet habe.
An sich auch sehr schön, allerdings fehlt mir dabei einfach mein
geliebter Opera. Ich will den Firefox nicht benutzen, ich mag
ihn nicht!

Dafür gibt es natürlich kein Programm für PortableApps, für das
eine Bezahlung fällig wird. Das ist bei U3 leider anders.
Die beste Lösung wäre es wohl, sowohl U3 als auch PortableApps
auf den Stick zu packen, um ein wirklich umfangreiches,
abgerundetes und vor allem kostenfreies Paket zu haben.
Allerdings hat man dann gleich mal ein knappes GB weniger Platz.
Ich habe zur Zeit ca. 600MB belegt. Und das mit "gerade mal" 10
Programmen.
Wahrscheinlich werde ich das alles einfach so lassen und erst mal
weiter Erfahrungen sammeln. Wenn ich dann merke, dass mir
noch etwas fehlt, kann ich mir immernoch überlegen, was ich tue.

Zum Schluss noch ein Hinweis auf eine gute Anlaufstelle für Infos
rund um U3: das deutschsprachige Forum für U3

Gruß,
BBo

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