Da ich gerade nicht meinem neuen Hobby frönen kann, weil die Systeme neu gestartet werden, habe ich wenigstens mal kurz Zeit, um darüber zu berichten.
Vor – wie mir scheint – ewigen Zeiten gab es auf einer LAN nichts besseres, als ein paar Runden Quake 3 Arena zu spielen, um seine Müdigkeit loszuwerden. Schön schnell war es, immer gab es Action und zusätzlich noch genug Gründe, sich aufzuregen, wenn man mal wieder aus dem Nirgendwo gefraggt wurde.
Endlich gibt es all das wieder, diesmal allerdings im Web-Browser!
Ja, richtig gelesen, Quake im Browser. Da hat sich id Software etwas wundervolles ausgedacht. Ich fühle mich direkt in meine – noch nicht all zu lange verstrichene – Jugend zurück versetzt.
Aber der Reihe nach. Was ist eigentlich Quake?
Quake ist ein klassischer First Person Shooter. Das heißt, dass man die Welt aus den Augen des Protagonisten sieht. Genaugenommen sieht man die Welt und die Waffe, die man gerade mit sich herum trägt. Da eine Waffe relativ wenig Sinn ergeben würde, wenn man sie nicht auch einsetzen könnte, gibt es zusätzlich noch Massen an Gegnern, die nichts lieber tun, als sich über den Haufen schießen zu lassen.
Das soeben beschriebene gilt im Speziellen für Quake 1, 2 und 4. In Quake 3, das daher auch den Untertitel “Arena” erhalten hat, geht es nicht darum, seelenlose Polygon-Klopse in das virtuelle Nirvana zu befördern. Hier treffen sich echte Menschen, um sich im sportlichen Wettkampf zu messen. Das ganze ist im Prinzip MMORPGs wie World of Warcraft nicht unähnlich. Allerdings ist es bei weitem weniger umfangreich. Und wenn ich ehrlich bin: mir macht es auch viel mehr Spaß. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass Quake einfach mal zwischendurch gespielt werden kann, ohne dass man elendig viel Zeit hinein investieren muss. Zugegeben, das wird man mit der Zeit vermutlich dennoch tun, denn Quake macht süchtig.
Quake Live ist nun der neuste Ableger der traditionsreichen Familie. Wie bereits gesagt, läuft dieser komplett im Browser ab. Hierfür wird bei der ersten Anmeldung ein Plug-In heruntergeladen, das etwa 7 MB groß ist. Danach kann es auch schon losgehen. Zwar zuerst nur gegen einen Bot, der aber Q3A-Veteranen wenigstens bekannt vorkommen dürfte. Dies dient zum einen der Einstufung des eigenen Skills, also Könnens in dieser Art Spiel, zum anderen wird währenddessen im Hintergrund weiteres benötigtes Material heruntergeladen.
Hat man das Match gegen den Bot hinter sich gebracht, stehen einem verschiedene Spielarten gegen echte Gegner zur Verfügung. Neben dem Death Match (Jeder gegen Jeden) sind das u.a. Capture the Flag und Team Deatch Match (Team gegen Team).
Bei jedem Match wird eine Statistik mitgeführt, die man recht detailliert einsehen kann. Ein sehr nettes Gimmick, wie ich finde.
Besonders interessant finde ich bei Quake Live die Möglichkeit, seine Konfiguration anzupassen, genau wie es damals bei Quake 3 der Fall war. Man kann sogar fast die identische Config übernehmen, wodurch man sich gleich wieder heimisch fühlt.
Quake Live befindet sich seit kurzem in der offenen Beta-Phase, was bedeutet, dass ab und zu mal zu Server-Ausfällen kommen kann. Aber das ist nun mal so in einer Beta-Phase, also einfach cool bleiben. Die Zeit, die man dadurch gewinnt, kann man in die Modifikation seiner Konfiguration oder eben in Blog-Einträge investieren ;)
Jeder, der etwas mit Ego Shootern etwas anfangen kann oder gar Quake 3 geliebt hat, sollte sich Quake Live auf jeden Fall anschauen. Ich bin bisher sehr glücklich damit. Habe ich im übrigen schon erwähnt, dass es kostenlos ist? Also nichts zu verlieren, außer ein wenig Zeit.
Ab auf http://www.quakelive.com/ und anmelden!
Man fraggt sich ;)
Gruß,
BBo
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen